Samstag, 18. März 2017

Tongariro Alpine Crossing

Eine Herausforderung ist dafür da um sie zu meistern und an ihr zu wachsen, oder ihr zu erliegen und aus ihr zu lernen. Wir stellten uns eine große, das 19,4 km lange Tongariro Alpine Crossing und ein “kleiner“ Abstecher zu wohl einem der bekanntesten Vulkane, dem Mount Ngauruhoe (2291m). Hier wurden einige Szenen aus Herr der Ringe gedreht, doch seinen hohen Bekanntheitsgrad hat er wohl erst erlangt, nachdem ihn zwei deutsche prominente Gesichter erklommen haben. 5 Uhr, 4 Grad, wir wachen im Auto auf. Der Mond wartet darauf von der Sonne abgelöst zu werden, und wir auf Tageslicht, um unserer Tour einen Anfang zu verpassen. Nach einem Frühstück und einem dicken Einpacken konnte es dann mit drei Sockenpaaren und der berühmt berüchtigten Zwiebelschicht los gehen.
Es war, als wären wir auf dem Mond gelandet, eine felsige Landschaft erstreckte sich vor uns, die immer wieder durch einen Berg, der sich seinen Weg zum Himmel bahnte, unterbrochen wurde.






So etwas hatten wir noch nie gesehen, vielleicht konnten es unsere Augen deshalb nicht glauben. Bei unserem unglaublichen Tempo dauerte es nicht lange und wir standen am Fuße des Mount Doom (=Mount Ngauruhoe).
Er war gewaltig, ein schwarzer Dorn, der den Wolken überlegen war. Ein letzter Biss in die Karotte, dann gingen wir los. Zuerst durch lose Steine, dann durch weiche Vulkanasche, und dann durch ein Gemisch von beidem. Ein Schritt nach vorne, zwei zurück. Das Geröll machte den Aufstieg zu einem wahren Kraftakt, der aber immer wieder belohnt wurde, wenn man seinen Blick von der dunkeln Vulkanasche hob und den Ausblick genoss. Wie er war? Wenn man versucht ihn in Worte zu fassen, dann gibt es eigentlich nur eines: unbeschreiblich.



Die Wolken umhüllten die Berge, wir hatten eine glasklare Sicht auf verschiedene Seen. Die riesigen Bergketten, die sich vor unserem Auge aufbauten und um sie herum der kurvige Weg, der uns bis hierher geführt hatte. Als wir die Vulkanspitze endlich erreicht hatten, sahen wir das erste Mal in unserem Leben einen Vulkankrater.
Und dann ausgerechnet noch diesen, auf dem die berühmte End-Szene aus Herr der Ringe gedreht wurde. Geht es besser?
Der Abstieg fiel uns wesentlich leichter als der Aufstieg, wir ließen uns auf der weichen Vulkanasche nach unten gleiten.

Unten angekommen waren es doch nur noch 13 km bis zum Ende. Der restliche Track war anstrengend, sehr anstrengend, auf und ab, auf und ab. Wobei es uns so vorkam als würde der “auf“ Anteil deutlich überwiegen. Der Track führte uns an verschiedenen Seen vorbei, einer schöner als der andere!





Beim Abstieg konnten wir sogar den etwas weiter entfernten Lake Taupo sehen! Nach 9 Stunden purem Wandern kamen wir dann endlich am Parkplatz an. Wir waren fix und fertig, aber auch stolz auf uns, den langen Track geschafft zu haben und neue Eindrücke gewonnen zu haben. Der Shuttle brachte uns zurück zu unserem Auto, da der Start und Endpunkt an unterschiedlichen Stellen liegen. Ein langer Tag ging zu Ende...

Montag, 13. März 2017

Wellington

In Wellington erwarteten uns kleine Cafes, die mit dekorativen Kaffeeschildern einluden, und kunterbunte Geschäfte, in denen es jeden Krims Kram zu kaufen gab. Vor allem die Cuba Street versprühte diesen angenehmen Kleinstadtflair.
 
Wir schlenderten durch die Fußgängerzone, blieben hier und dort stehen, ehe es uns an den Hafen zog, an dem ein Markt aufgebaut war.
 
 
Wir genossen die frische Brise des Meeres, die sich an uns vorbei schmiegte, um über den grünen Hügeln, die Wellington umgeben, zu verschwinden.
 
Boote, Möwen, Wellen, und ein Sprungturm, von dem der ein oder andere Kiwi den letzten Schritt wagte, um sich ins Hafenwasser fallen zu lassen.
 
Um uns etwas weiterzubilden, sofern das überhaupt noch möglich ist, besuchten wir das Museum „te Papa Tongarewa“, das tiefe Einblicke in die Flora und Fauna Neuseelands bot.

 
Wir liefen viele Kilometer, um die Stadt bestmöglich kennen zu lernen:



 
Doch um die Stadt nicht nur in ihrem Kern zu erleben, fuhren wir nach ganz oben, auf den Mount Victoria. Eine atemberaubende Aussicht breitete sich vor uns aus, und eine ganze Stadt schien zu unseren Füßen zu liegen. Wir sahen langgezogene Küstenlandschaften, und die vielen Häuser, die wie in den Fels gemeißelt zu sein schienen.
 
 
Auch wenn wir uns von Wellington nur einen kleinen Einblick machen konnten, reichte er um zu merken, dass sich dieser Stopp gelohnt hatte.
 
Erste Nacht in Wellington im Auto

Unsere legendären Nudeln mit Tomatensoße auf unserem neuen Gaskocher
 
 

Hello New Zealand

Der letzte Abschnitt unseres Abenteuers, das wir ein halbes Jahr jeden Tag neu erfunden hatten, hieß Neuseeland. Wir waren gespannt, auf die grünen saftigen Grashügel, die den Schafen und Kühen als Weidewiesen dienen, auf die hohen Bergen, deren Spitze selbst die Wolken unter sich ließen. Neuseeland… ein Land, in dem viele berühmte Filme ihren Drehort fanden, vor allem Fantasy Filme, da man beim Anblick der spektakulären Naturkulisse und mit ihrer somit assoziierten Schönheit denken könnte, die Drehorte seien frei erfunden. Aber das sind sie nicht, alle haben sie eins gemeinsam, sie liegen in Neuseeland, und das ist es, was sie alle so magisch macht. Unser Flugzeug landete in Wellington, einer Stadt im Süden der Nordinsel. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf bequemen Sesseln im Flughafen!
 
Am nächsten Morgen holten wir unser Mietauto ab, das uns für die nächsten 9 Tage helfen würde, die Nordinsel Neuseelands so gut es geht in dieser knappen Zeit zu erkunden.
 

Freitag, 3. März 2017

Goodbye Australia

Nachdem wir unser sauberes und wieder weißes Mietauto erfolgreich und heil wieder abgegeben hatten, standen die letzten Tage in Australien an. Schon ein komischer Gedanke, nachdem wir eine so lange Zeit hier verbracht hatten...
Die letzten zwei Tage unseres Abenteuers verbrachten wir vor allem in der Salzwasser Lagune und genossen die Sonne.
Die Tage vergingen, wie schon auf unserer kompletten Reise wie im Flug und so packten wir am letzten Tag unsere Koffer und freuten uns auf unseren letzten Abend in Australien. Wir wollten ins Restaurant Bushfire gehen, auf beste Empfehlung von den ehemaligen Australienbesucher Udo und Falk! Ein absolut tolles Restaurant, in dem die Kellner an Fleischspießen so viel Fleisch herunterschneiden, bis man satt ist... also genau das richtige für uns.





Und das war er, der letzte Abend unserer großen Reise, der letzte Abend von 126 Tagen auf dem roten Kontinent, der letzte Abend unseres Abenteuers in Australien.
....jetzt folgt Neuseeland....

Die Wasserfallrunde

Am nächsten Tag hatten wir uns einen Rundweg ausgesucht, auf dem wir sämtliche Wasserfälle und Seen abklappern konnten. Los ging es mit dem Babinda Boulders. Das frische Quellwasser kommt direkt aus den Bergen und strömt als gewaltiger Fluss durch den grünen Regenwald. An einigen Stellen ist die Strömung nur ganz leicht, so dass das erfrischende Wasser zum Baden einlädt.

Wir liefen zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man sehen konnte, wie das Wasser sich seinen Weg durch die hohen Felsen bahnte, ein faszinierendes Naturspektakel!

Beeindruckt stiegen wir wieder ins Auto und steuerten das nächste Ziel, die Josephine Falls an. Wir liefen ein kurzes Stück in den Regenwald und konnten das gewaltige Rauschen des Wasserfalles schon hören. Als wir die stählerne Treppe hinunter liefen, die uns auf den sandigen Boden führte konnten wir unseren Augen nicht trauen. Ein riesiger Wasserfall schlängelte sich vorbei an Felsen und Lianen und bahnte sich so seinen Weg durch den Regenwald. An einer Stelle, an der der Felsen besonders glatt war, konnte man sogar hinunterrutschen.





Es war, als wären wir inmitten einer Dschungelbuchgeschichte gelandet: Auf einem Wasserfall hinunterrutschen, im grünen, klaren Wasser Fische beobachten und sich dann auf einem großen Felsen in der Sonne sonnen, während Lichtstrahlen durch das grüne Blätterdach schimmern. Wir schwommen in erfrischendem Wasser und rutschten die Felswände hinunter. Dieser Platz, mitten im Regenwald war für uns ein echtes Highlight in Australien.
Die Strecke führte uns weiter, vorbei am Crawford Lookout, von dem man eine schöne Vogelperspektive auf einen vorbeiziehenden Fluss hatte.
Und vorbei an 3 schönen Wasserfällen, den Ellinjaa Falls, den Zillie Falls und den Millaa Millaa Falls.


Der Abschluss unseres Rundparkurses war der wunderschöne Lake Eacham.

Sein türkisfarbenes Wasser im tiefen Krater eines Vulkanes hatte sofort unsere Aufmerksamkeit. Der See war umgeben vom hohen grünen Regenwald und dem Gesang der Vögel. Das Wasser war so klar, dass wir sogar eine kleine Schildkröte schwimmen sahen. Ist das nicht ein schöner Tagesabschluss?

Ein schönes Erwachen gab es allerdings am nächsten Tag nicht! Wir erkannten unser weißes Mietauto fast nicht wieder. Jeder Vogel, der wohl in der Nacht über Cairns geflogen war, hatte eine kleines Andenken auf unserem Auto hinterlassen.

Schnell fuhren wir das mittlerweile fast schwarze Auto in die Waschanlage und schrubbten was das Zeug hielt!!

Und nach einiger Zeit erstrahlte das Auto endlich wieder im gewohnten Weiß. Na da hatten wir Glück!